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Burg Reichenstein in Trechtingshausen
Zur Geschichte der Burg Reichenstein11./12. Jahrhundert als Vogtei der Äbte von Cornelmünster erbaut. 1214 Vergabe an die Herren von Bolanden. Ihre Erben Phillipp von Hohenfels und sein Sohn Dietrich erwiesen sich als üble Raubritter, denen auch die benachbarte Burg Sooneck gehörte. 1253 eroberte der Rheinische Städtebund die Burg und zerstörte sie. 1282 nach dem schnellen Wiederaufbau erneute Zerstörung durch König Rudolph von Habsburg. Er nahm den Raubritter Dietrich von Hohenfels gefangen und belegte die Burg mit einem Wiederaufbauverbot. Ab 1290 war die Ruine im Besitz der Pfalzgrafen, die 1344 zugunsten Kurmainz verzichteten. Darauf erfolgte ein schneller Neubau. Eine doppelte Ringmauer umschloß einen rechteckigen Wohnturm und einen Innenhof der Hauptburg. Vorgelagert war nördlich eine Vorburg. Seit dem 16. Jahrhundert war die Burg dem Verfall überlassen. 1689 Reste der Burg im Pfälzischen Erbfolgekrieg gesprengt. Ihr heutiges Aussehen erhielt die Burg durch Baron Nikolaus von Kirsch-Puricelli - einem reichen Industriellen - von 1899-1902, der durch den Regensburger Architekten Strebel eine neugotische Wohnburg im englischen Stil bauen ließ. Weitere Wohnbauten und ein Aussichtsturm wurden auf dem Gelände der Vorburg errichtet. Es ist die letzte Burg im Oberen Mittelrheintal, die im Zeichen der Rheinromantik wieder aufgebaut wurde. Heutzutage beherbergt die Anlage ein Burgmuseum mit einer reichhaltigen Sammlung an historischen Waffen und Rüstungen sowie gußeiserner Ofenplatten und ein Hotel mit Restaurant.
Weitere Informationen zur Burg Reichenstein: Lageplan per Google Maps:Mit Google Earth betrachten: |
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