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Burg Bosselstein in Idar-Oberstein

Burg Bosselstein

Zur Geschichte der Burg Bosselstein

Ihre Entstehungszeit ist uns nicht bekannt. Es ist die Burg des Uradels zu Oberstein, der sich als de Lapide, de Petra oder von Steyn über 600 Jahre verfolgen lässt. Sicher zählt sie zu den ältesten Burgen des Nahegaues. Die erste Burg der Edlen von Stein war jedoch die sogenannte "Burg im Loch" darunter, eine für unsere Gegend einmalige Höhlenburg, die im 15. Jahrhundert zur Felsenkirche wurde.

Bild?Das Wappen der Herren und Ritter von Oberstein war ein roter, gekrönter, goldbewehrter, blau bezungter Löwe auf silbernenem Feld. Die Helmzier zeigte einen roten Löwenkopf zwischen zwei weissen Gänsefeder-Stößen.

1075 wird zum erstenmal ein Everhardus de Steyna genannt. Er ist der uns früheste bekannte Stammvater des Geschlechts derer von Stein.

1197 Erstmalige Erwähung der Burg Bosselstein in einer Urkunde des Erzstiftes Trier. Die Obersteiner tragen darin Erzbischoff Johann von Trier ihre Burg als Lehen auf.

Um 1225 heiratet Eberhard V. von Oberstein die Erbtochter Julianna von Daun. Ihr Vater war Wirich von Daun, der als Ministerialer unter dem Stauferkaiser Friedrich II. auf der Burg Nannstein bei Landstuhl saß. Durch diese Verbindung erwarb sich das Dauner Rittergeschlecht Besitzrechte an der Herrschaft Oberstein.

1323 wird in einem Lehensvertrag zwischen Wirich II. und Erzbischoff Balduin die Burg Bosselstein bereits als "castrum oversteine" bezeichnet und Wirich nennt sich erstmals Herr von Oberstein. Mit "Overstein" bezeichnete man damals den oberen Stein (Fels) an der Nahe.

1330 wird erstmlas das "neue Haus" erwähnt, das über der Burg zu Steyn (Bosselstein) gebaut wurde. Aus dieser spätmittelalterlichen Burg ist heute Schloß Oberstein geworden.

1445 verzichteten die von den "Daun-Obersteiner" verdrängten Edlen von Stein endgültig auf ihre Rechte in Oberstein. Sie waren in Nohfelden, in der Vorderpfalz und in Diensten der Heidelberger Kurfürsten zu Ansehen und Besitz gekommen.

Seit 1600 verfällt die Burg Bosselstein. - "Efeuranke. So reich verkleidet Trümmer und Zerfall nur eins noch: der Gedanke." - Die Denkmalpflege und wir alle haben die Pflicht, die "Gedanken" der Vergangenheit zu bewahren!


(Quelle des Textes: Informationstafel an der Burg Bosselstein, Idar-Oberstein)

 Burg Bosselstein

Weitere Informationen zur Burg Bosselstein:

www.idar-oberstein.de/touristik/attraktion/burg-schlos.html

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