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Burg Scherenburg in Gemünden
Zur Geschichte der ScherenburgDie Herkunft des Namen "Scherenburg" ist strittig: eine Namensdeutung orientiert sich am mittelhochdeutschen "schere", d.h. "Felsen" (Felsenburg). Gemeinhin wird aber die Scherenburg mit Fürstbischof Rudolf von Scherenberg in Verbindung gebracht. Er löste 1466-69 Burg, Stadt und Amt Gemünden aus Rienecker Herrschaft aus und kaufte diesen Gemündener Besitz um 6000 Gulden zurück. Die heutige Burgruine wurzelt in einer Rienecker Befestigungsanlage des Hochmittelalters. Das im Stadtbild noch gut erkennbare hoch- bzw. spätmittelalterliche Mauergeviert umschloß Burg und Stadt. Die Stadtgründung selbst wird dem Grafen Ludwig II. von Rieneck zugeschrieben. Hauptelemente der heutigen Burganlage sind die nach Osten gegen den Berg (Slorburg!) gerichtete, hohe Schildmauer, der im wesentlichen aus dem 13. Jahrundert stammende Bergfried, der zweischiffige, pfeilergestützte Gewölbekeller unter den westlichen Burghof und hochaufragende Nordgiebel des ehemaligen Palas. Von Fürstbischof Rudolf von Scherenbergs Wiedereinlösung bis zum Ende des 16. Jahrhunderts diente die Scherenburg als Amtssitz des würzburgischen Burgamtmanns bzw. Amtskellers. 1598 wurde dieser Gemündener Amtssitz hinunter in die Stadt in einen Neubau am Fischmarkt verlegt. Die Scherenburg soll noch bis ins 18. Jahrhundert bewohnt worden sein. Quelle: Informationstafel an der Burg
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