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Burg Landeck in Klingenmünster

Burg Landeck in Klingenmünster

Zur Geschichte der Burg Landeck

Als mit in Deutschland fast einmaliger Burgendichte stellt sich heute noch der PfälzerWald dar. Die meisten der Anlagen hiervon entstanden im 13. Jahrhunderi, in dem auch der Bau von Burg Landeck wohl liegen mag. Urkundlich erwähnt wird die Anlage nachweislich 1237 ,der Baubeginn in einer Höhe von 305 in auf dem Südostausläufers des Treitelsberges dürfte daher kurz nach 1200 anzusiedeln sein. Als klassische „Höhenburg in Spornlage" war sie vom Berg durch die Anlage eines 10 tn tiefen Grabens getrennt, welcher gleich Baumaterial für die Steinmetze lieferte. Mächtige staufische Buckelquader an Schildtnauer und Bergfried zeugen heute noch von dem immensen Können hochmittelalterlichen Bauhandwerkes.
Der Grund für den Bau der Anlage wird mit hoher Wahrsacheinlichkeit nicht mehr exakt zu klären sein, für die alte These in Funktion einer Schutzburg des Klosters Klingenmünster gibt es keinen Beweis. Sicherlich hat die fortifikatorisch günstige Lage einen hohen Ausschlag gegeben.
Die Geschichte ihrer Bewohner beginnt als Reichsburg in den Händen der Grafen- von Zweibrücken sowie den Leininger Grafen. Nachdem deren Linie Leiningen — Landeck 1289 erloschen war, kam die Burg zur Hälfte in den Besitz des Geschlechtes derer von Ochsenstein, Landvögte in Elsass und Breisgau.
Gegen Mitte des 14. Jahrhunderts begann ein politisches Tauziehen um die Burg, _ so erhoben mittlerweile die Äbte des Klosters Klingenmünster Besitzansprüche am Ochsensteiner Anteil. Desgleichen begannen die Pfalzgrafen bei Rhein ihren Machtanspruch auch auf Landeck auszudehnen. Höhepunkt ihrer Forderungen war eine geplante Belagerung im Jahr 1367, die mit dem vorherigen Einlenken der Zweibrücker Grafen ihren politischen Druck nicht verfehlt hatte.
Als „Ganerbenburg" mit mehreren Besitzern kamen seit 1405 anteilig noch die Speyerer Bischöfe hinzu, in Teilungsverträgen waren Rechte und Pflichten der jeweiligen Burgbewohner genau festgelegt. Aufteilung der Gebäude, aber auch Bereithaltung von Waffen im Kriegsfall wurde in Ausfertigung eines urkundlichen „Burgfriedens" niedergeschrieben.
Die umfangreichsten baulichen Veränderungen erlebte Burg Landeck in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Durch die immer wirkungsvoller werdenden Belagerungstechnik — seit Ende des 14. Jahrhunderts setzte man Pulvergeschütze in Europa ein — wart man zu kostspieligen Bauaktionen gezwungen. Eine äußere Ringmauer mit Flankierungstürmen entstand , die staufische Kernburg umlaufend . Mit Schießscharten, dazugehörig in Inventaren vermerkten Fernwaffen wie Armbrust und Hakenbüchsen ( schwere Handfeuerwaffen, die an der Mauer eingehakt wurden ), schien die Burg gewappnet zu sein.
Doch einem entschlossenen Angriff aufgebrachter Bauern des „elsässischen Kolbenhaufens" fiel sie 1525 zum Opfer. Man mag sich diese Eroberung aber nicht als große Belagerungsaktion vorstellen; so war wohl die Landeck wie viele pfälzische Anlagen dieser Zeit in ihrer Wehrfunktion überholt, bzw. durch wenige Bewohner kaum-mehr verteidigungsfähig. Das alte ritterliche Lehenssystem hatte sich spätestens seit dein 15. Jahrhundürt in ganz Deutschland schon überholt, Könige und Kaiser setzten in ihren Kriegen nun auf Landsknechte anstatt dem militärisch immer anfälliger gewordenen
ritterlichen Stand — und so verarmten und vegetierten viele Burganlagen in ihrem Dasein. Durch ihre Lage oft fernab großer Handelswege war man der Einkünfte und Erwerb nur der Dörfer ringsum sicher — wirtschaftlich nach dem Aufblühen größerer Städte ein Desaster für die Burgmannen.
Die Gebäude wieder instandgesetzt währte ihre Wohn — und Verwaltungssituation noch bis 1680 bzw. 1689 ( das Jahr der Zerstörung liegt im Dunkeln ) , bis sie schließlich von den Franzosen unter Melac zerstört wurde.
Letzer Bewohner soll der im Volksmund genannte „Schloßmichel" gewesen sein, ein Einsiedler, der sich gegen 1800 notdürftig in der verlassenen Ruine niedergelassen hatte. Die Überreste seiner kargen Weinberge sind im Wald bei der Burg noch zu finden.

Quelle: informationstafel an der Burg.

Burg Landeck in Klingenmünster

Burg Landeck in Klingenmünster

Burg Landeck in Klingenmünster

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Lageplan per Google Maps:

Weblinks:

Wikipedia: Burg Landeck

 

 
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