Madenburg in Eschbach
Zur Geschichte der Madenburg1076 Die vermutlich als Reichsburg erbaute Madenburg wird erstmals als "Parthenopolis" (Jungfrauenburg) erwähnt. 90 Jahre später taucht ihr Name zum ersten Mal in einer Urkunde auf. Der Name Madenburg (= Burg der Jungfrau Maria) weist nach Speyer, auf Maria als Patronin des Domes und Bistums.
um 1240 Die Grafen von Leiningen haben die Burg zu Lehen. Zur "Herrschaft Madenburg" gehören die Dörfer Eschbach, Arzheim, Nußdorf, Ranschbach, Waldhambach und Waldrohrbach.
1371 Die Madenburg wird zur Ganerbenburg. Sie war folglich im Besitz mehrerer Miterben.
um 1400 Verschiedene Geschlechter sind als Ganerben nachzuweisen. Die wichtigsten sind die Sickinger und Fleckensteiner. Burg und dazugehörende Besitztümer werden in der Folgezeit mehrfach aufgeteilt.
1470 Im Auftrag des Kurfürsten Friedrich des Siegreichen erobert Friedrich von Rosenberg zu Essingen die Burg. in einer Pergamenturkunde mit neun Siegeln wird zwei Jahre später die Besitz- und Rechtslage auf der Burg festgelegt.
1511 Herzog Ulrich von Württemberg erwirbt die Anlage.
1516 Bischof Georg von Speyer kauft die Burg. Sie ist fortan bischöflicher Amtssitz. Bis zum Ende des iS. Jahrhunderts sollte die Madenburg im Besitz des Bischofs von Speyer bleiben.
1511 Herzog Ulrich von Württemberg erwirbt die Anlage.
1516 Bischof Georg von Speyer kauft die Burg. Sie ist fortan bischöflicher Amtssitz. Bis zum Ende des iS. Jahrhunderts sollte die Madenburg im Besitz des Bischofs von Speyer bleiben.
1800 Die Madenburg wird zum "französischen Nationalgut" erklärt.
1826 38 Eschbacher Bürger erwerben Burg und Schloßberg.
1843 Zehntes Pfälzisches Musikfest in Landau und anschließender "Festzug zur Madenburg". Die Veranstaltung wird durch heftigen Gewitterregen beendet. Der fluchtartige Aufbruch der Besucher ist noch heute als "Eschbacher Rutsch" bekannt.
1848 Robert Blum, Abgeordneter der Frankfurter Paulskirche, hält eine vielbeachtete Rede auf der Burg.
1870 Gründung des Madenburgvereins. In den folgenden Jahrzehnten läßt der Verein riesige Mengen an Schutt und Geröll entfernen und den alten, bisher unbekannten Fahrweg nördlich des äußeren Burggrabens freilegen.
1923 Die Burgschänke wird in Betrieb genommen. 1935 Eröffnung eines ersten Burgmuseums im Philippsbau (in den 1970er Jahren geschlossen)
1981 Die Madenburg wird unter Denkmalschutz gestellt.
ab 1982 umfangreiche Sanierungsmaßnahmen. Das sogenannte Zeughaus wird ab 1994 zum Burgmuseum ausgebaut. Die überregionale Bedeutung des Museums wird durch Förderung im Rahmen eines grenzüberschreitenden Projekts der EU ("Pamina") unterstrichen. Partnerburg ist Chäteau de Lichtenberg im Elsaß. Quelle: Informationstafeln im Museum der Burg.
Gedenktafel zu Ehren von Robert Blum. Lageplan per Google Maps:  Weblinks:Wikipedia: Madenburg
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